Vorschaubilder für Videos auf Facebook

Neben Suchmaschinen sind auch Social Networks für einen immer größeren Anteil des Traffics einer Website verantwortlich. Veile Webmaster versuchen daher das Verbreiten der eigenen Inhalte in diversen Netzwerken für User so einfach wie möglich zu gestalten. Zum Beispiel durch einen “Share on Facebook-Button” im Blog. Klickt der User drauf, postet er den Link und einen automatisch erstellten Teaser-Text. Ein zugehöriges Vorschau-Bild sucht sich Facebook dafür selber. Betreibt man eine Website, auf der vor allem Videos gepostet und keine Bilder eingebunden werden, gestaltet sich das schwierig – Facebook nutzt im Zweifel sogar Navigations-Grafiken, was natürlich sehr unschön ist. Um das zu vermeiden können Webmaster bestimmte Grafiken angeben, die Facebook verwenden soll. Dazu wird folgendes in den Header der Site eingefügt:

<meta property="og:image" content="http://song-of-the-day.de/facebook_preview.jpg" />

Das Problem: Wird eine bestimmte Site sehr häufig verlinkt, nervt das ständig im Stream auftauchende Bild schnell. Facebook-Freunde können das als Spam empfinden, die Site kriegt einen negativen Beigeschmack. Das Phenomen ist von Apps wie FarmVille bekannt. Um eine Site gut zu platzieren, ohne dabei als Belästigung empfunden zu werden, sollten deshalb unterschiedliche Vorschau-Bilder benutzt werden. Tatsächlich bieten unterschiedliche Video-Dienste bereits von sich aus entsprechende Bilder an, man muss sie nur noch automatisch einbinden. Für zwei der bekannteren Dienste, Vimeo und natürlich Youtube, habe ich dazu ein PHP-Script geschrieben, das genau diese Aufgabe übernimmt. Es durchsucht den Embed-Code nach bestimmten Keywords, generiert die passende Bild-URL und gibt sie als Meta-Tags aus. Wird kein Bild gefunden, wird ein Default-Bild eingebunden. Das Ergebnis lässt sich bei Song of the Day überprüfen.

4. November 2010Internet2 Kommentare

Song of the Day

Heute morgen ist Song of the Day gestartet. Jeden Wochentag Tag soll dort ein interessanter/neuer/herausragender Song vorgestellt werden. Das Team besteht bisher aus drei Leuten – ich stelle jeden Mittwoch ein Lied ein und kümmere mich um die Technik und das Layout. Letzteres ist absichtlich spartanisch gehalten, damit man sich als Besucher voll auf das Video konzentrieren kann (wenn es denn eins gibt). Aus diesem Grund gibt es auch auf der Startseite statt einer chronologischen Liste immer nur einen Song – den Song of the Day!

2. August 2010Internet, kultur4 Kommentare

Paid Content durch Magazine und Zeitungen auf eBooks?

Rupert Murdoch Foto: World Economic Forum (CC by-sa)

Klassische Zeitungs-Verlage jammern seit Monaten immer lauter. Die “Umsonst-Kultur” im Internet gefährde die Existenz der Verlagshäuser und ist daher seit einiger Zeit der Hauptgegner von Verlegern wie Rupert Murdoch, der um sein Medienimperium News Corp. fürchtet. Natürlich hat er erst einmal Recht damit, dass kaum jemand bereit ist, für gewöhnliche Nachrichten im Internet zu bezahlen, denn zwei Klicks weiter werden die gleichen Inhalte kostenlos angeboten. Dass Murdoch kürzlich gegen Suchmaschinen, insbesondere Google News, schießt, die Inhalte klauen würden und so für den Umsatzeinbruch der Branche verantwortlich sein, erinnert aber eher an die Musikindustrie, die auch immer lieber auf das Internet geschimpft hat, anstatt sich der Lebenswirklichkeit der KonsumentInnen anzupassen.

Paid-Content gegen Werbe-Ausfälle

Um die Schwankungen des Marktes für Online-Werbung aufzufangen und mehr Geld abzuschöpfen, lassen Verlagshäuser nun immer wieder den Begriff “Paid Content” fallen, also vom User bezahlter Inhalt. Außer den vom Online-Werbemarkt enttäuschten Verlegern glaubt allerdings kaum jemand daran, dass sich die Leserinnen und Leser auf dieses Konzept einlassen werden. Zumindest für gewöhnliche Nachrichten und auf klassischen Endgeräten (zB Desktop-PC) scheint hier kein erträgliches Geschäftsmodell abseits von Werbung in Sicht. Erfolgversprechender erscheint hier der Verkauf von Zeitschriften-Abos für eBook-Reader. Das Problem: Der einzige große Player auf dem Markt, Amazon Kindle, gibt den Zeitschriftenproduzenten wenig Mitspracherecht und streicht angeblich bis zu 2/3 der Abogebühren ein. In den USA gehen einige Verleger um Rupert Murdoch jetzt in die Offensive: Sie wollen ein eigenes eBook-Verkaufs-System etablieren. Das klingt erstmal vernünftig, denn damit verhindern sie eine zu große Marktmacht von Kindle. Zumindest schaffen sie Wahlmöglichkeiten.

txtr Reader

Die Gefahr: Zeitschriften-Verlage können zwar Inhalte generieren und präsentieren. Ob sie aber auch technische Plattformen entwickeln können, die potentielle Kunden ansprechen, die sich vernünftig bedienen lassen und Besucher nicht gängeln, darf bezweifelt werden. Zumal es schon einige Alternativen zu Amazons Kindle gibt. Das deutsche Startup txtr stellt nicht nur den gleichnamigen eBook-Reader her, sondern bietet auch eine Community-Plattform und einen Shop an. txtr setzt dabei auf freie Software und freie Formate, lässt den Verlagen, die ihre Inhalte über den Shop verkaufen, viel Wahlfreiheit und untermauert dies mit der Social-Media-Komponente der Community.

Solche Angebote sollten die Verlage stärker nutzen und damit Alternativ-Anbieter am Markt etablieren, denn so erhalten sie sich Marktmacht und Mitspracherechte. Stattdessen setzt die Gruppe um Murdoch auf ihr eigenes Konzept, will farbige Inhalte, Videos und sogar interaktive Elemente. Dass man damit einen der größten Vorteile von eBook-Readern wie Kindle und txtr – ewig lange Akkulaufzeit und papierähnliches Lesegefühl – ignoriert, scheint dabei kaum zu stören.

Fazit: Das Vorhaben scheint zum Scheitern verurteilt. Es bleibt zu hoffen, dass die Gruppe das schnellsmöglich merkt und sich auf vernünftige, kundenfreundliche, freie Alternativen konzentriert!

9. December 2009Internet, kultur0 Kommentare

White IT: Ganzheitlich sieht anders aus

White IT ist ein Bündnis aus Politik und Wirtschaft, das sich wohl als Alternative oder Erweiterung des zu Netzsperren sieht. Es geht dabei um den Kampf gegen Kinderpornografie. Das gane findet unter der Federführung des niedersächsischen Innenministers, Uwe Schünemann, statt. Dabei wolle man alle einschließen, sagte Schünemann Spiegel Online: “Wir wollen Kinderpornografie im Internet bekämpfen und haben dafür einen ganzheitlichen Ansatz gewählt.”

Besucht man die Website, sehen die meisten Menschen vermutlich: nichts. Für die Darstellung der Website wird Microsoft Silverlight benötigt. Das ist nicht nur kein Webstandard, es steht auch für viele Betriebssysteme gar nicht zur Verfügung – u.a. für Linux nicht. Eine Fall-Back-Lösung, die Menschen angeboten wird, die Silverlight nicht installieren wollen oder können, gibt es nicht.

Ich unterstelle Herrn Schünemann natürlich nicht, dass er sich mit solchen technischen Details auskennt, ihm die Probleme bewusst waren und er den Ausschluss vieler Menschen von dieser Website wissentlich in Kauf genommen hat. Wer aber den “ganzheitlichen Ansatz” zur Bekämpfung von Kinderpornografie wählt, sollte auch allen die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen und informieren. Dass eine öffentliche Stelle überhaupt eine Website mit Barrieren anbietet, ist unmöglich – das Land muss alle Menschen einbeziehen!

2. December 2009Internet0 Kommentare

Verbindungsprobleme mit Alice

Seit heute ist also mein Alice-Internetzugang freigeschaltet. Router ist aufgebaut, es kann losgehen. Geht eigentlich auch. Eigentlich! Problem: Es funktioniert nur sporadisch. Meistens laden Websites nicht oder brauchen eine Ewigkeit zum Aufbau — und schaffen das dann auch nur halb. Wenn eine Site allerdings richtig aufgerufen wird, dann in normaler DSL-Geschwindigkeit — an zu langsamer Leitung liegt es also nicht. DSL- und PPP-Lampe (LED) am Router leuchten, im Routermenu wird angezeigt, dass eine Internetverbindung besteht. Alle üblichen möglichen Fehlerquellen (feste IP-Adresse, Cache-Probleme, andere Netzwerkverbindungen, etc) ausgeschlossen: nichts. Hotline anrufen!

Nach einem langen Gespräch an der Alice-Hotline mit einem sehr sympatischen CCA, kam irgendwann die passende Idee: Am PC muss manuell der MTU-Wert auf 1492 gesetzt werden!

MTU steht für Maximum Transmission Unit und bezeichnet die maximale Größe von TCP-Paketen. Das ist natürlich Fachchinesisch und kann von keinem Anwender/Kunden erwartet werden. Wo man das umstellt auch nicht.* Und dass man das bei jedem PC im Netz extra per Hand einstellen muss, ist auch nicht so praktisch. Kommt das nur bei Alice vor? Hat da jemand Erfahrung mit?

* Unter Ubuntu ändert man den MTU-Wert in den Netzwerkeinstellungen der jeweiligen Netzwerkkarte. Für Windows muss man dafür an die Registry. Viele Router lassen ebenfalls eigene MTU-Einstellungen zu.

23. October 2009Internet4 Kommentare

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